Projektdauer in vier Punkten
- Bauzeit bei aqlis
- Für eine kompakte Website in der Regel wenige Wochen, größere Projekte dauern länger. Der Zeitrahmen steht vor dem Start zusammen mit Umfang und Festpreis fest.
- Größter Hebel
- Inhalte und Freigaben. Das Tempo hängt vor allem davon ab, wie schnell Texte, Fotos, Zugänge und Rückmeldungen kommen.
- Relaunch-Zusatz
- Alte Adressen werden neuen zugeordnet und, wo es eine Entsprechung gibt, dauerhaft weitergeleitet, laut Google möglichst lange, generell mindestens ein Jahr. Dazu kommt die Übernahme der Inhalte.
- Nach dem Launch
- Selbst wenn das Crawling neuer Seiten beantragt wird, kann es laut Google einige Tage oder mehrere Wochen dauern. Eine Aufnahme in die Suchergebnisse ist nicht garantiert.
Wie lange dauert eine Website, und wovon hängt es ab?
Bei aqlis rechne ich für eine kompakte Website mit klarem Umfang in der Regel mit wenigen Wochen, größere Projekte dauern länger. Eine seriöse Pauschalzahl für alle Anbieter und Projekte gibt es nicht, weil die Bauzeit von vier Fragen abhängt: Wie viele Seiten braucht der Betrieb? Welche Funktionen kommen dazu, etwa Terminbuchung, Mehrsprachigkeit oder eine Anbindung an vorhandene Software? Liegen Texte und Fotos schon vor? Und wie schnell kommen Rückmeldungen und Freigaben? Bei Websites für Bauunternehmen zum Beispiel hängt der Umfang stark davon ab, wie viele Gewerke, Standorte und Referenzprojekte gezeigt werden sollen.
Seriös ist deshalb ein Zeitrahmen, der vor dem Start zusammen mit dem Umfang festgelegt wird. Bei Webdesign mit Festpreis vor Start gehört beides zusammen: Erst steht fest, was gebaut wird, dann, bis wann und zu welchem Preis.
Eine neue .de-Domain ist dabei selten der Engpass: Laut einer Pressemitteilung der DENIC vom 28. November 2019 werden neu registrierte .de-Domains innerhalb weniger Minuten im Internet bereitgestellt; die Registrierung läuft in der Regel über einen Provider. Anders sieht es aus, wenn eine bestehende Domain erst von einem früheren Anbieter geholt werden muss (siehe unten).
Wichtig ist auch, drei Zeiträume auseinanderzuhalten, die oft in einen Topf geworfen werden. Die Bauzeit endet mit dem Launch. Danach braucht Google Zeit, die neuen Seiten zu finden und aufzunehmen; das Tempo bestimmt Google, ein Anbieter kann es erleichtern, aber nicht festlegen. Der dritte Zeitraum ist die Wirkung von Suchmaschinenoptimierung: Manche Änderungen können laut Google innerhalb weniger Stunden wirken, bei anderen kann es mehrere Monate dauern. Wer diese drei Zeiträume vermischt, plant mit falschen Erwartungen.
Welche Phasen hat ein Website-Projekt?
Unabhängig vom Anbieter folgt fast jedes Projekt einer ähnlichen Abfolge. Die Reihenfolge ist wichtiger als die einzelnen Wochen, weil jede Phase auf der vorherigen aufbaut.
| Phase | Was passiert | Was von dir kommt |
|---|---|---|
| Gespräch | Ziel, Zielgruppe, vorhandene Seite | Was die Website leisten soll |
| Plan und Festpreis | Seiten, Funktionen, Zeitrahmen, Preis | Entscheidung über den Umfang |
| Inhalte | Texte, Fotos, Angaben für Impressum | Material und Fakten zum Betrieb |
| Bau | Umsetzung mit Zwischenständen | Rückmeldungen |
| Abnahme und Launch | Prüfen, Freigeben, Online-Schalten | Freigabe, Zugänge zur Domain |
Das erste Gespräch findet vor Ort oder remote statt, bei Betrieben in Ludwigsburg etwa direkt im Betrieb. Am Ende dieses Schritts steht nicht nur ein Preis, sondern ein gemeinsamer Fahrplan: welche Seiten es gibt, wer welche Inhalte liefert und wann die Zwischenstände kommen.
Die Inhaltsphase wird nach meiner Erfahrung am ehesten unterschätzt. Gute Texte über den eigenen Betrieb entstehen nicht nebenbei, und Fotos brauchen einen Termin. Während des Baus siehst du Zwischenstände und kannst früh korrigieren, statt am Ende alles umzuwerfen.
Den formalen Abschluss bildet die Abnahme. Gilt für den Vertrag Werkvertragsrecht, regelt sie § 640 BGB; dort steht auch, dass die Abnahme wegen unwesentlicher Mängel nicht verweigert werden kann. Ob ein Website-Vertrag so einzuordnen ist, hängt vom Einzelfall ab.
Zum Launch selbst gehört mehr als das Umschalten: Die Domain zeigt auf die neue Seite, die Sitemap wird in der Search Console eingereicht, damit Google die neuen Adressen findet, und bei einem Relaunch greifen ab diesem Moment die Weiterleitungen von den alten Adressen.
Was bremst ein Projekt am häufigsten?
Nach meiner Erfahrung liegt es selten an der Programmierung. Die typischen Bremsen liegen auf beiden Seiten des Tisches, und viele lassen sich vorher erkennen.
Fehlende Inhalte. Die Seite ist fertig gebaut, aber die Texte über die Leistungen fehlen noch, oder es gibt keine brauchbaren Fotos. Ein Fototermin lässt sich planen, ob im Büro, in der Werkstatt oder auf der Baustelle; ein Foto, das niemand macht, nicht.
Lange Freigaben. Wenn mehrere Personen mitreden, aber niemand entscheidet, wandert jeder Entwurf mehrfach im Kreis. Ein fester Ansprechpartner mit Entscheidungsbefugnis spart oft mehr Zeit als technische Abkürzungen.
Wachsender Umfang. Neue Wünsche während des Baus sind normal. Sie verschieben aber den Termin, wenn sie nicht in eine zweite Phase nach dem Launch wandern.
Fehlende Zugänge. Liegt die Domain bei einem früheren Anbieter und kennt niemand die Zugangsdaten, hängt der Launch daran. Wem Domain und Website eigentlich gehören, klärt der Ratgeber Wem gehört meine Website und Domain?.
Auch das Gesetz geht davon aus, dass manche Werke nur mit Zutun des Auftraggebers entstehen: § 642 BGB („Mitwirkung des Bestellers“) behandelt den Fall, dass eine dafür nötige Handlung ausbleibt. Ob ein Website-Vertrag im Einzelfall so einzuordnen ist, ist eine eigene Frage. Praktisch bestimmt das Tempo deiner Inhalte und Freigaben den Zeitplan mit.
Dauert ein Relaunch länger als eine neue Website?
Oft ja, weil zur neuen Seite Arbeit hinzukommt, die bei einem Neustart wegfällt. Google beschreibt diese Arbeit in seiner Anleitung „Website migrieren“ (Google Search Central, Stand 9. September 2026). Ein wichtiger Schritt ist dort die Zuordnung der alten Adressen zu den neuen. Wer bisher Seiten wie „Leistungen“ oder „Referenzen“ unter anderen Adressen hatte, braucht dafür serverseitige, dauerhafte Weiterleitungen von jeder alten auf die passende neue Adresse, wo es eine Entsprechung gibt; der Link-Wert geht dabei laut Google nicht verloren. Diese Weiterleitungen sollen laut Google möglichst lange bestehen bleiben, generell mindestens ein Jahr.
Dazu kommt die Übernahme: Welche Inhalte bleiben, welche werden neu geschrieben, welche Bilder und PDFs ziehen um? Google selbst schreibt, dass die Vorbereitung bei keinen zwei Migrationen gleich ist. Eine pauschale Dauer für Relaunches ist deshalb genauso wenig seriös wie für Neubauten.
Auch nach dem Umschalten braucht ein Relaunch Geduld. Laut derselben Anleitung dauert es bei mittelgroßen Websites im Allgemeinen einige Wochen oder länger, bis Google die neuen Adressen anstelle der alten anzeigt, und laut Google ist in dieser Zeit mit vorübergehenden Schwankungen im Ranking zu rechnen.
Für die Zeitplanung rät Google, große Änderungen nacheinander statt gleichzeitig vorzunehmen und den Umzug in eine Zeit mit wenig Besuchern zu legen, damit sich eventuelle Fehler weniger stark auswirken. Schritt für Schritt umzustellen verlängert nach meiner Einschätzung den Kalender etwas, macht aber leichter sichtbar, welche Änderung welche Wirkung hat.
Ab wann ist die neue Website bei Google zu finden?
Fertig gebaut heißt noch nicht gefunden. In seiner Hilfe „Google um erneutes Crawlen deiner URLs bitten“ (Stand 31. Dezember 2025) schreibt Google, dass das Crawling selbst nach einer Crawling-Anfrage in der Search Console einige Tage oder mehrere Wochen dauern kann. Crawling ist erst der erste Schritt; wann eine Seite in den Ergebnissen erscheint, sagt Google nicht zu. Eine Crawling-Anfrage ist laut Google keine Garantie, dass eine Seite sofort oder überhaupt in den Suchergebnissen erscheint.
Hilfreich ist eine Sitemap, also eine Liste der Adressen, die Google übermittelt wird, gerade bei einer frisch veröffentlichten Website. Google erklärt in der Übersicht zu Sitemaps (Stand 18. Dezember 2025), warum: Neue Websites, auf die nur wenige andere Seiten verweisen, findet der Crawler schwerer, weil er sich von Link zu Link bewegt. Eine Garantie ist aber auch die Sitemap nicht. Im Leitfaden zur Funktionsweise der Google Suche (Stand 18. Dezember 2025) stellt Google klar, dass weder Crawling noch Indexierung garantiert sind. Wer dir einen festen Tag für die Google-Sichtbarkeit verspricht, verspricht etwas, das er nicht in der Hand hat.
Davon zu trennen ist die Frage, wann eine Seite gut rankt. Diese längere Wirkzeit ordnet der Ratgeber Lohnt sich SEO für Handwerker? ein.
Wie kann ich das Projekt beschleunigen?
Der größte Hebel liegt vor dem ersten Entwurf. Wer folgende Punkte früh klärt, nimmt den typischen Bremsen die Grundlage:
- Inhalte sammeln: eine Liste der Leistungen, vorhandene Texte, Fotos vom Betrieb und vom Team, die Angaben für das Impressum.
- Einen Entscheider benennen, der Entwürfe freigibt.
- Zugänge klären: Domain, bisheriger Hoster, Google-Unternehmensprofil, Search Console, falls vorhanden.
- Den Umfang festhalten und Zusatzwünsche bewusst in eine zweite Phase legen.
Das Google-Unternehmensprofil lohnt sich, parallel zum Bau anzustoßen, denn seine Bestätigung ist ein eigener Vorgang mit eigenen Wartezeiten: Laut der Unternehmensprofil-Hilfe von Google kann nach den Bestätigungsschritten noch eine Prüfung von bis zu fünf Arbeitstagen folgen, in seltenen Fällen länger. Bietet Google die Bestätigung per Postkarte an, kommen die meisten Codes innerhalb von 14 Tagen an; Name, Adresse und Kategorie sollten in dieser Zeit nicht geändert werden, sonst gilt der Code nicht mehr. Wie Profil und Website zusammenspielen, steht im Ratgeber Wie wird mein Handwerksbetrieb bei Google gefunden?.
Ein kurzer Abstimmungstermin, remote oder vor Ort in der Region, klärt offene Fragen zu Fotos und Texten oft schneller als eine lange E-Mail-Kette. Wer überlegt, die Seite zur Zeitersparnis selbst zu bauen, findet im Ratgeber Website selbst erstellen oder erstellen lassen? eine Einordnung, was das an eigener Zeit kostet.
Zu wissen, welche Schritte nötig sind, ist allerdings nur die eine Hälfte. Die andere ist, sie sauber umzusetzen: Weiterleitungen sauber zugeordnet, eine Seite, die Google gut lesen kann, und ein Zeitrahmen, den ich vor dem Start mit dir festlege. Genau das setze ich bei aqlis um. Beim Website-Projekt mit Festpreis und Zeitrahmen vor Start steht vor dem ersten Entwurf fest, was gebaut wird, bis wann und zu welchem Preis, und danach gehören dir Code, Domain und Daten.
Häufige Fragen
Was muss ich vorbereiten, damit es schnell geht?
Vor allem das, was nur du liefern kannst: die Fakten zu deinen Leistungen, Bildmaterial aus dem Betrieb und die Pflichtangaben fürs Impressum. Genauso wichtig ist, dass feststeht, wer im Betrieb Entwürfe freigibt, und dass die Zugangsdaten zur bisherigen Domain auffindbar sind. Wünsche, die erst während des Baus auftauchen, kommen am besten auf eine Liste für die Zeit nach dem Launch.
Warum dauert ein Relaunch oft länger als gedacht?
Weil zur neuen Seite der Umzug der alten dazukommt. Bisherige Adressen werden den neuen zugeordnet und, wo es eine Entsprechung gibt, dauerhaft weitergeleitet; Inhalte, Bilder und PDFs ziehen um. Google schreibt in seiner Anleitung zur Website-Migration, dass die Vorbereitung bei keinen zwei Umzügen gleich ist und dass es bei mittelgroßen Websites im Allgemeinen einige Wochen oder länger dauert, bis die neuen Adressen anstelle der alten erscheinen.
Kann eine Website in einer Woche fertig sein?
Pauschal sage ich das nicht zu. Ob eine so kurze Frist realistisch ist, lässt sich erst sagen, wenn Seitenzahl, Funktionen und vorhandenes Material geklärt sind. Eine Express-Zusage ohne diese Klärung wäre eine Zahl ohne Grundlage. Und auch eine schnell gebaute Seite ist damit noch nicht bei Google sichtbar: Schon das Crawling kann laut Google einige Tage oder mehrere Wochen dauern.
Wie lange dauert es, bis Google die neue Seite anzeigt?
Das bestimmt Google, nicht der Anbieter. Laut Google kann schon das Crawling neuer oder geänderter Seiten einige Tage oder mehrere Wochen dauern; eine Frist, ab wann eine Seite in den Suchergebnissen erscheint, nennt Google nicht, und eine Aufnahme ist nicht garantiert. Auch eine Crawling-Anfrage in der Search Console garantiert keine sofortige Aufnahme, und mehrfaches Anfragen macht das Crawling nicht schneller. Eine eingereichte Sitemap kann Google helfen, die Adressen einer frisch veröffentlichten Website zu finden, garantiert aber nichts. Wie gut die Seite danach rankt, ist eine eigene, längere Frage.
Was kann ich tun, wenn sich Freigaben verzögern?
Rückmeldungen bündeln hilft: eine abgestimmte Liste statt mehrerer Einzelmails aus verschiedenen Ecken des Betriebs. Kleinere Punkte kann der benannte Ansprechpartner allein entscheiden, größere lassen sich auf einen festen Termin legen. Zwischenstände früh anzusehen, solange Korrekturen noch klein sind, spart später Schleifen. Zeichnet sich trotzdem eine Verzögerung ab, ist ein früher Hinweis besser als stilles Warten.
Quellen (zuletzt geprüft am 8. Oktober 2026): Google um erneutes Crawlen deiner URLs bitten (Google Search Central, 31. Dezember 2025); Website migrieren (Google Search Central, 9. September 2026); Unternehmen bei Google bestätigen (Google Unternehmensprofil-Hilfe, abgerufen 8. Oktober 2026).
Lass uns über dein Projekt reden.
Erzähl mir kurz, worum es geht. Ich melde mich mit einer ehrlichen Einschätzung — ob und wie ich helfen kann.