Die Ursache in vier Punkten eingrenzen
- Drei Stellen
- Nicht gefunden (kaum Impressionen), nicht geklickt (Impressionen ohne Klicks) oder nicht angefragt (Besuche ohne Kontakt). Jede Stelle hat andere Ursachen und andere Lösungen.
- Search Console
- Der Leistungsbericht zeigt Impressionen, Klicks und die Klickrate (Klicks geteilt durch Impressionen), dazu die Suchanfragen, standardmäßig für die letzten drei Monate. Anfragen selbst misst er nicht.
- Mobil zuerst
- Google nutzt für Indexierung und Ranking die mobile Fassung einer Website. Inhalte, die nur am Desktop stehen, zählen für die Indexierung nicht.
- Core Web Vitals
- Googles Ziele für gute Nutzerfreundlichkeit: Layout-Verschiebung (CLS) unter 0,1, Reaktion auf Eingaben (INP) unter 200 Millisekunden, größter sichtbarer Inhalt (LCP) innerhalb von 2,5 Sekunden.
Woran liegt es, wenn eine Website keine Anfragen bringt?
Bei einer Website ohne Anfragen hilft es, den Weg eines Interessenten in drei Stellen zu zerlegen: Er muss die Seite finden, er muss darauf klicken, und er muss sich danach melden. Bricht der Weg an der ersten Stelle ab, hilft ein schöneres Design nichts. Bricht er an der dritten ab, bringt mehr Sichtbarkeit nur mehr Besucher, die wieder gehen.
Für die ersten beiden Stellen gibt es Zahlen statt Vermutungen. Der Leistungsbericht der Google Search Console zeigt, wie oft deine Website in den Suchergebnissen erschienen ist (Impressionen) und wie oft Menschen darauf geklickt haben (Klicks). Die Klickrate ist die Zahl der Klicks geteilt durch die Impressionen. In der Standardansicht deckt der Bericht die letzten drei Monate ab.
| Stelle | Woran du es erkennst | Wo du ansetzt |
|---|---|---|
| Nicht gefunden | kaum Impressionen | Inhalte, Technik, lokale Signale |
| Nicht geklickt | Impressionen, aber wenige Klicks | Titel, Beschreibung, passende Suchanfragen |
| Nicht angefragt | Klicks, aber keine Kontakte | Handy, Ladezeit, Angebot, Kontaktweg |
Viele Impressionen bei wenigen Klicks deuten auf Titel und Beschreibungen, die in den Ergebnissen nicht überzeugen, auf Suchanfragen, die nicht zu deinem Angebot passen, oder darauf, dass die Seite weit unten erscheint. Dafür zeigt der Bericht die durchschnittliche Position. Klicks ohne Anfragen sprechen dafür, dass die Seite nicht überzeugt oder die Suchanfragen nicht zum Angebot passen, etwa wenn vor allem Menschen klicken, die nur deinen Firmennamen gesucht haben.
Anfragen selbst misst die Search Console nicht. Anrufe, E-Mails und Formular-Eingänge zählst du deshalb selbst, sonst fehlt der dritte Teil der Diagnose. Ob am Ende Korrekturen reichen oder eine neue Website der bessere Weg ist, entscheidet sich erst danach.
Wird meine Website überhaupt gefunden?
Naheliegend ist, sich selbst zu googeln. Als Befund taugt das wenig. Laut der Search-Console-Hilfe sind die Google-Suchergebnisse auf Uhrzeit, Ort, Gerät und den aktuellen Suchverlauf der jeweiligen Person abgestimmt. Am eigenen Rechner siehst du also nicht unbedingt, was ein Kunde am Handy sieht.
Einen ersten Hinweis gibt die Suche mit dem Operator „site:“ vor der eigenen Domain, die Google in seinem Startleitfaden zur Suchmaschinenoptimierung nennt. Zeigt die Suche Treffer von deiner Website, ist sie laut Google im Index. Erscheint sie dort nicht, rät Google, die technischen Anforderungen zu prüfen, damit nichts die Anzeige in der Suche verhindert. Aussagekräftiger ist der Leistungsbericht: Er zeigt, mit welchen Suchanfragen Menschen auf deine Website kommen und welche Seiten die höchste und die niedrigste Klickrate haben. Erscheint die Seite fast nur bei Suchen nach dem eigenen Firmennamen, finden Neukunden sie über deine Leistungen bisher kaum.
Google garantiert nicht, dass eine Seite gecrawlt, indexiert oder in den Ergebnissen angezeigt wird, selbst wenn sie die Grundlagen erfüllt. So steht es im Leitfaden zur Funktionsweise der Google Suche. Gefunden zu werden ist deshalb kein Schalter, sondern das Ergebnis mehrerer Punkte: Inhalte, die zu den Suchanfragen deiner Kunden passen, eine technisch saubere Seite und ein Aufbau, den Suchmaschinen lesen können.
Ähnliche Fragen stellen sich bei KI-Suchen. Wie das zusammenhängt, erklärt der Ratgeber dazu, wie ein Unternehmen in ChatGPT und KI-Suchen gefunden wird. Was technisch zur Sichtbarkeit bei Google und in KI-Suchen gehört, steht auf der Leistungsseite.
Werde ich in meiner Stadt gefunden?
Bei Suchen mit Ortsbezug, etwa „Elektriker Waiblingen“ oder „Fliesenleger Böblingen“, hilft wieder der Leistungsbericht: Tauchen in den Suchanfragen die Orte auf, in denen du Aufträge willst? Wenn nicht, liegt dort die Lücke. Lokale Ergebnisse beruhen laut der Hilfe zum Google-Unternehmensprofil hauptsächlich auf Relevanz, Entfernung und Beliebtheit, und auf die Entfernung zur suchenden Person hast du keinen Einfluss. Dass die Website einen Nachbarort erwähnt, reicht deshalb nicht. Wie Unternehmensprofil, Bewertungen und Website zusammenspielen, erklärt der Ratgeber Wie wird mein Handwerksbetrieb bei Google gefunden?. Was die Wirtschaft vor Ort prägt, habe ich für Betriebe in Waiblingen, Fellbach, Esslingen am Neckar und Böblingen auf eigenen Seiten zusammengetragen.
Eine Reihe fast gleicher Unterseiten, in denen nur der Ortsname getauscht ist, hilft in der Regel nicht. Googles Spamrichtlinien nennen unter „Missbrauch von Brückenseiten“ unter anderem Seiten, die auf bestimmte Regionen oder Städte ausgerichtet sind, Nutzer aber alle zur selben Seite weiterleiten, und im Wesentlichen ähnliche Seiten, die eher Suchergebnissen ähneln als einer klar gegliederten Website. Eine Ortsseite braucht deshalb eigenen Inhalt, und auch dann ersetzt sie weder das Unternehmensprofil noch echte Bewertungen.
Lädt die Seite schnell genug und funktioniert sie auf dem Handy?
Laut den Best Practices zur Mobile-First-Indexierung verwendet Google für Indexierung und Ranking die mobile Version einer Website, und nur die Inhalte, die auf der mobilen Website angezeigt werden, fließen in die Indexierung ein. Was nur am Desktop steht, zählt dafür also nicht. Beim responsiven Webdesign stellt sich das Problem nicht, weil Inhalte und Metadaten in beiden Fassungen identisch sind.
Eine mobile Fassung ist laut Google keine harte Voraussetzung für die Aufnahme in die Suche, wird aber dringend empfohlen. Für Anfragen zählt ohnehin etwas anderes: Wer auf dem Handy erst zoomen und wischen muss, um Leistung und Telefonnummer zu finden, hat einen Grund mehr, es beim nächsten Anbieter zu versuchen.
Für Ladezeit, Reaktion und ein ruhiges Layout nennt Google Zielwerte, die Core Web Vitals: Der größte sichtbare Inhalt sollte innerhalb der ersten 2,5 Sekunden des Ladevorgangs angezeigt werden (LCP), die Seite sollte auf Eingaben in weniger als 200 Millisekunden reagieren (INP), und das Layout sollte kaum verrutschen (CLS unter 0,1). Google empfiehlt Websiteinhabern, diese Werte anzustreben, um in der Suche erfolgreich zu sein.
Laut Googles Seite zur Nutzerfreundlichkeit von Seiten nutzen die Rankingsysteme die Core Web Vitals, gute Werte garantieren aber keinen Platz ganz oben. Die Google Suche versucht laut Google immer, die relevantesten Inhalte zu zeigen, auch wenn die Nutzerfreundlichkeit einer Seite in mancher Hinsicht schwächer ist. Gibt es zu einer Suche viele hilfreiche Inhalte, kann eine hohe Nutzerfreundlichkeit zum Erfolg in der Suche beitragen. Wie stark sich die Ladezeit auf deine Anfragen auswirkt, lässt sich nicht pauschal beziffern.
Versteht ein Besucher auf den ersten Blick, was ich anbiete?
Kommen Besucher, aber keine Anfragen, lohnt ein Blick auf den ersten Bildschirm. Dort sollte ein Interessent drei Antworten finden: Was bietest du an? Für wen und wo? Was ist der nächste Schritt? Ein großes Stimmungsfoto mit einem allgemeinen Satz wie „Qualität aus Leidenschaft“ beantwortet keine dieser Fragen.
Ein Prüfstein: Könnte jemand, der deinen Betrieb nicht kennt, nach einem kurzen Blick auf die Startseite am Handy sagen, was du machst, in welcher Gegend und wie man dich erreicht? Wenn nicht, liegt hier ein Ansatzpunkt, der keine Technik braucht, nur klaren Text.
Danach zählt Vertrauen. Echte Fotos deiner Arbeit und deines Teams, nachvollziehbare Beispiele, klare Angaben zum Ablauf und, wo es geht, eine Orientierung zu Preisen helfen mehr als Floskeln. Bei Websites für Handwerksbetriebe ist das besonders greifbar: Aus meiner Sicht überzeugt dort vor allem der Nachweis, dass ein Betrieb Aufgaben wie die des Kunden schon gelöst hat, etwa ein Bad saniert oder eine Heizung getauscht. Auch der Aufbau zählt: Jede wichtige Leistung verdient eine eigene, klar benannte Seite, statt auf einer langen Startseite zu verschwinden.
Ist es leicht, mich zu kontaktieren?
Die letzte Hürde ist der Weg zur Kontaktaufnahme. Wer sich entschieden hat, will nicht suchen müssen. Das WCAG-2.2-Erfolgskriterium 3.2.6 „Consistent Help“ verlangt, dass Hilfen wie Telefonnummer oder Kontaktseite, wenn sie auf mehreren Seiten vorkommen, dort in derselben Reihenfolge zum übrigen Inhalt stehen. Die W3C-Erläuterung dazu begründet das so: An gleicher Stelle finden Nutzer sie leichter. Das ist eine Barrierefreiheits-Anforderung, passt aber genau zum Thema Anfragen.
Als Orientierung zählen vor allem drei Dinge: eine Telefonnummer, die gut sichtbar ist und sich auf dem Handy direkt antippen lässt, ein Formular, das nur abfragt, was für eine erste Antwort nötig ist, und eine klare Aussage, was nach dem Absenden passiert. Dazu kommt mehr als ein Weg, denn manche rufen lieber an, andere schreiben lieber, gerade außerhalb der Geschäftszeiten.
Prüfe außerdem, ob der Kontaktweg überhaupt funktioniert: Kommen Formular-Nachrichten wirklich an, und stimmt die Telefonnummer noch? Solche Fehler zeigen sich nicht als Fehlermeldung, sondern nur als ausbleibende Anfragen.
Was tun, wenn die Grundlagen nicht stimmen?
Erst messen, dann ändern: Die Search Console zeigt, ob das Problem bei den Impressionen oder den Klicks liegt, und deine eigene Zählung zeigt, wie viele Anfragen tatsächlich ankommen. Kommen Klicks, aber kaum Anfragen, und passen die Suchanfragen zu deinem Angebot, liegt der Ansatzpunkt auf der Seite selbst. Wer ohne diese Diagnose an Farben und Bildern arbeitet, verändert womöglich die Stelle, die gar nicht klemmt.
Danach stellt sich die Frage, ob Korrekturen reichen. Liegt es an Texten, an einem versteckten Kontaktweg oder an fehlenden Leistungsseiten, lässt sich vieles an der bestehenden Website beheben. Ist dagegen die Grundlage schwach, also eine Seite, die auf dem Handy nicht sauber funktioniert, langsam lädt oder technisch schwer lesbar ist, wird jede Korrektur zum Flickwerk. Dann ist ein Neubau in der Regel der sauberere Weg. Was ein solches Projekt zeitlich bedeutet, beschreibt der Ratgeber Wie lange dauert eine Website?, und ob sich laufende Suchmaschinenoptimierung rechnet, der Ratgeber Lohnt sich SEO für Handwerker?.
Zu wissen, woran es liegt, ist die eine Hälfte. Die andere ist, es sauber umzusetzen: eine Seite, die mobil zuerst gedacht ist, schnell lädt, klar sagt, was du anbietest, und den Kontakt leicht macht. Das setze ich mit Webdesign mit klarem Kontaktweg um, zum Festpreis, der vor dem Start feststeht. Auf Wunsch übernehme ich danach auch die Betreuung, mit Pflege, Auswertung und Optimierung für Google und KI-Suchen, monatlich und mit Umfang und Preis nach Absprache. Garantieren kann ich keine Zahl an Anfragen. Ich baue die Grundlagen so, dass du ihre Wirkung in der Search Console und an deinen eigenen Anfrage-Zahlen nachvollziehen kannst.
Häufige Fragen
Woran erkenne ich, ob meine Website über Google überhaupt Besucher bekommt?
Ein Blick in den Leistungsbericht der Google Search Console beantwortet das. Er zählt nur, was aus der Google-Suche kommt: wie oft die Website erschienen ist und wie oft jemand geklickt hat. Am aufschlussreichsten ist die Liste der Suchanfragen. Stehen dort fast nur dein Firmenname und kaum Leistungen, finden dich bisher vor allem Menschen, die schon nach dir suchen. Ein Selbsttest über die Google-Suche ersetzt den Bericht nicht, weil Google die Ergebnisse unter anderem nach Uhrzeit, Ort, Gerät und Suchverlauf abstimmt.
Wie wichtig ist die Ladezeit für Anfragen?
Sie ist ein Baustein, kein Garant. Gibt es zu einer Suche viele hilfreiche Inhalte, kann eine gute Nutzerfreundlichkeit laut Google zum Erfolg beitragen, Relevanz bleibt aber entscheidend. Ob deine Seite Googles Zielwerte erreicht, zeigt der Core-Web-Vitals-Bericht in der Search Console, sofern genügend echte Nutzungsdaten vorliegen. Bei Seiten mit wenigen Besuchern kann er deshalb leer bleiben. Eine feste Zahl, wie viele Anfragen eine schnellere Seite bringt, gibt es nicht.
Warum finden mich Kunden aus dem Nachbarort nicht?
Ein Grund liegt in der Entfernung: Lokale Suchergebnisse beruhen laut Google hauptsächlich auf Relevanz, Entfernung und Beliebtheit, und die Entfernung zur suchenden Person lässt sich nicht ändern. Dazu kommt ein Messfehler beim Selbsttest. Wer am eigenen Firmensitz sucht, sieht unter Umständen andere Ergebnisse als ein Kunde im Nachbarort, weil Google die Ergebnisse auch nach dem Ort abstimmt. Verlässlicher ist die Frage, ob der Ortsname in den Suchanfragen der Search Console auftaucht.
Reicht ein Kontaktformular, oder brauche ich mehr?
Ein Formular allein deckt nur einen Teil ab, denn manche Kunden rufen lieber an. Beim Formular selbst gilt: so wenige Felder wie für eine erste Antwort nötig. Für eine erste Antwort brauchst du Name, einen Rückweg per Telefon oder E-Mail und ein Feld für das Anliegen, im Handwerk eventuell noch der Ort des Auftrags. Jedes weitere Pflichtfeld ist eine Hürde mehr. Nach dem Absenden sollte klar sein, wann und auf welchem Weg du dich meldest.
Kann ich Anfragen mit Google Ads schneller bekommen?
Anzeigen können schneller Klicks bringen, aber keine Anfragen von selbst. In den Anzeigenrang fließt laut Google Ads-Hilfe unter anderem die Nutzererfahrung mit der Landingpage ein, und hochwertigere Anzeigen führen laut Google häufig zu niedrigeren Klickpreisen. Eine schwache Seite verliert bezahlte Besucher also genauso wie organische und kann die Werbung verteuern. Wie sich Anzeigen und Suchmaschinenoptimierung grundsätzlich unterscheiden, beschreibt der Ratgeber „Lohnt sich SEO für Handwerker?“.
Quellen (zuletzt geprüft am 8. Oktober 2026): Best Practices für die Mobile-First-Indexierung (Google Search Central, 20. Februar 2026); Core Web Vitals und Google-Suchergebnisse (Google Search Central, 18. Dezember 2025); Leistungsbericht (Google-Suchergebnisse): Übersicht und grundlegende Einrichtung (Google Search Console-Hilfe, abgerufen Oktober 2026).
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