Website-Kosten im Überblick

Laufende Hosting-Kosten
Rund 3 bis 13 Euro im Monat ohne Lockangebot (netcup Webhosting); ein SSL-Zertifikat ist über Let's Encrypt kostenlos und in den Paketen enthalten.
.de-Domain pro Jahr
Rund 5 bis 15 Euro im Jahr beim Provider (DENIC) gegenüber 79 Euro im Jahr für den Direkt-Tarif der DENIC-Registry — den ein normaler Betrieb nicht braucht.
Baukasten erstes Jahr
43 bis 257 Euro im ersten Jahr (Stiftung Warentest, 16 Baukästen, Januar 2024) — günstigster Einstieg, aber im zweiten Jahr oft deutlich teurer.
Stundensatz 2026
Durchschnittlich 103 Euro pro Stunde über alle Freelancer im DACH-Raum (Freelancer-Kompass 2026) — der Aufwand treibt den Preis.

Was kostet eine Website? Es kommt auf den Weg an

Eine Website hat keinen festen Preis, weil „Website" drei sehr verschiedene Dinge meinen kann: einen Baukasten zum Selbermachen, die Arbeit eines Freelancers oder ein vom Studio gebautes, individuelles Projekt. Diese Wege liegen finanziell weit auseinander. Statt einer Pauschalzahl ist deshalb die Kosten-Struktur ehrlich: einmalige Erstellung plus laufende Kosten — und, über mehrere Jahre gerechnet, die Frage, was dir am Ende gehört.

Wer es speziell für sein Gewerk wissen will, findet im Ratgeber Was kostet eine Website für Handwerker? die zugespitzte Variante. Hier geht es um das große Bild.

Einmalige Kosten: Baukasten, Freelancer oder Agentur

Den größten Unterschied macht der Weg. Ein Baukasten (Wix, Jimdo, IONOS) ist der günstigste Einstieg: Die Stiftung Warentest ermittelte 2024 für 16 getestete Baukästen 43 bis 257 Euro im ersten Jahr — mit dem Hinweis, dass es „im zweiten Jahr oft deutlich teurer" wird. Dafür baust du selbst und mietest eine Plattform.

Ein Freelancer oder ein Studio baut die Seite für dich; der Preis liegt dann meist im vierstelligen Bereich, weil Arbeitszeit der Hauptkostenfaktor ist. Der durchschnittliche Stundensatz lag 2026 bei rund 103 Euro über alle Freelancer im DACH-Raum (Freelancer-Kompass). Eine Agentur kostet in der Regel mehr und liefert dafür Team und Prozess. Konkrete Projekt-Pauschalen kursieren viele — verlässlich ist daran wenig, weil der Umfang alles bestimmt.

WegEinmaligLaufend pro JahrWem es gehört
Baukasten43–257 € (1. Jahr)ab Jahr 2 oft deutlich mehrder Plattform, kein Code
Freelancer / Studiovierstellig, je nach UmfangDomain + Hosting ~100–200 €dir, Code und Domain
Agenturvierstellig aufwärtsje nach Vertragvorab klären

Laufende Kosten: Domain, Hosting und SSL

Nach dem Launch bleiben überschaubare Posten. Eine .de-Domain kostet beim Provider laut DENIC in der Regel rund 5 bis 15 Euro im Jahr (zum Vergleich: der Direkt-Tarif der DENIC-Registry liegt bei 79 Euro im Jahr — den braucht ein normaler Betrieb nicht). Webhosting liegt ohne Lockangebot bei etwa 3 bis 13 Euro im Monat (Beispiel netcup), je nach Paket. Ein SSL-Zertifikat für die sichere Verbindung ist über Let's Encrypt kostenlos und in den Hosting-Paketen enthalten. Unterm Strich sind das oft 100 bis 200 Euro im Jahr.

Website-Wartung: warum Pflege ein echter Kostenfaktor ist

Wartung klingt nach unnötigem Abo, ist aber bei vielen Systemen real nötig. Der Hacked Website Report 2023 von Sucuri fand, dass rund 39 % der gehackten CMS-Installationen zum Zeitpunkt des Angriffs veraltet waren — die große Mehrheit der bereinigten Seiten lief auf WordPress, das laufend Updates braucht. Pflege heißt also: Updates, Sicherungen, Sicherheits-Patches.

Hier zahlt sich der Umsetzungsweg aus. Eine code-first gebaute, weitgehend statische Seite hat deutlich weniger angreifbare Bewegteile als ein dauernd zu aktualisierendes CMS — das senkt den Wartungsaufwand strukturell, nicht durch ein teureres Abo.

Was den Preis nach oben oder unten treibt

Die Spanne zwischen „ein paar hundert" und „mehreren tausend" Euro erklärt sich aus wenigen Hebeln: die Seitenzahl, Sonderfunktionen wie Terminbuchung, Shop oder Mehrsprachigkeit, der Grad an individuellem Design statt Vorlage und ob Texte und Bilder beigestellt oder beauftragt werden. Wer Inhalte selbst liefert und den Umfang klar hält, senkt den Preis spürbar — ohne an der Substanz zu sparen.

Total Cost of Ownership: die Kosten über drei bis fünf Jahre

Der Startpreis täuscht. Über drei bis fünf Jahre zählt die Summe aus Erstellung, laufenden Kosten, Wartung — und versteckten Folgekosten. Ein Baukasten ist günstig im ersten Jahr, wird danach oft teurer, und ein späterer Umzug ist aufwendig, weil Inhalte und Domain auf einer fremden Plattform liegen. Eine einmal sauber gebaute eigene Seite kostet anfangs mehr, hat aber niedrige, planbare Folgekosten und keinen Lock-in.

Wann sich welcher Weg lohnt

Für eine reine Notpräsenz mit einer Seite kann ein Baukasten reichen. Sobald die Website Anfragen bringen, gefunden werden und mitwachsen soll, lohnt der gebaute Weg — vor allem, weil dir Code, Domain und Daten dann wirklich gehören. Achte beim Vertrag darauf, dass Eigentum, Zugänge und laufende Kosten von Anfang an klar geregelt sind.

Am Ende ist die ehrlichste Antwort auf „Was kostet eine Website?" eine Gegenfrage: Was soll sie leisten, und über wie viele Jahre? Steht das fest, steht auch ein fairer Festpreis — und du weißt, was du dafür bekommst und wem es gehört.

Häufige Fragen

Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen?

Es gibt keinen festen Preis — er hängt vom Weg ab. Ein Baukasten kostet 43 bis 257 Euro im ersten Jahr (Stiftung Warentest 2024), eine vom Freelancer oder Studio gebaute Seite liegt meist im vierstelligen Bereich, weil Arbeitszeit der Hauptkostenfaktor ist (Stundensatz rund 103 Euro, Freelancer-Kompass 2026). Konkrete Pauschalen aus der Werbung sind unzuverlässig, weil der Umfang den Preis bestimmt.

Was sind die laufenden monatlichen Kosten einer Website?

Eine .de-Domain kostet beim Provider rund 5 bis 15 Euro im Jahr (DENIC), Webhosting ohne Lockangebot etwa 3 bis 13 Euro im Monat (netcup). Ein SSL-Zertifikat ist über Let's Encrypt kostenlos und in den Paketen enthalten. Zusammen sind das oft 100 bis 200 Euro im Jahr. Optional kommt ein Wartungspaket dazu.

Ist Website-Wartung wirklich notwendig und was kostet sie?

Bei Systemen wie WordPress ja: Der Hacked Website Report 2023 von Sucuri fand, dass rund 39 % der gehackten CMS-Installationen zum Angriffszeitpunkt veraltet waren. Pflege heißt Updates, Sicherungen und Sicherheits-Patches. Eine code-first gebaute, weitgehend statische Seite braucht strukturell weniger Wartung als ein dauernd zu aktualisierendes CMS — das senkt den Aufwand, statt ihn in ein teures Abo zu verlagern.

Baukasten oder Freelancer/Agentur — was lohnt sich?

Ein Baukasten ist der günstigste Einstieg, bedeutet aber Plattform-Miete, Lock-in und ab dem zweiten Jahr oft höhere Kosten. Ein Freelancer oder Studio kostet anfangs mehr, dafür gehören dir Code und Domain und die Folgekosten sind niedrig und planbar. Die Wahl hängt vom Anspruch und vom Zeithorizont ab: Notpräsenz oder Werkzeug, das Anfragen bringt und mitwächst.

Über mehrere Jahre gerechnet: welcher Weg ist günstiger?

Über drei bis fünf Jahre zählt die Summe aus Erstellung, laufenden Kosten, Wartung und versteckten Folgekosten. Ein Baukasten ist im ersten Jahr günstig, wird danach oft teurer, und ein späterer Umzug ist aufwendig. Eine einmal sauber gebaute eigene Seite kostet anfangs mehr, hat aber niedrige, planbare Folgekosten und keinen Lock-in.

Quellen (zuletzt geprüft am 3. Oktober 2026): Homepage-Baukästen im Test (Stiftung Warentest, 24. Januar 2024); netcup Webhosting — Tarife und Preise (netcup GmbH, abgerufen Oktober 2026); Freelancer-Kompass 2026 — Marktstudie zum Stundensatz (freelancermap GmbH, 2026).

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