Was eine Website kostet — kompakt

Erstellung (einmalig)
Kein Pauschalpreis — der Aufwand richtet sich nach Umfang und Funktionen. aqlis nennt als Orientierung 2.900 bis 9.400 Euro, Festpreis vor dem Projektstart.
Domain + Hosting
Eine .de-Domain kostet beim Anbieter rund 5 bis 15 Euro im Jahr (DENIC), Webhosting je nach Paket regulär etwa 5 bis 22 Euro im Monat (STRATO) — ein SSL-Zertifikat ist kostenlos inklusive.
Stundensatz
Freelancer im DACH-Raum lagen 2026 im Schnitt bei rund 103 Euro pro Stunde (Freelancer-Kompass) — deshalb treibt der Umfang den Preis.
Förderung
Für eine einzelne Website gibt es selten passende Zuschüsse; der bundesweite go-digital-Zuschuss nimmt seit Ende 2024 keine neuen Anträge mehr an.

Was eine Website für Handwerker wirklich kostet

Auf die Frage „Was kostet eine Website?" gibt es keine ehrliche Pauschalantwort — und wer im Netz eine nennt, verkauft meist sein eigenes Paket. Die Kosten setzen sich aus zwei Teilen zusammen: den einmaligen Kosten für die Erstellung und den laufenden Kosten für Domain, Hosting und Pflege. Wie hoch der einmalige Teil ausfällt, hängt fast vollständig vom Umfang ab — eine schlichte Visitenkarten-Seite ist etwas anderes als ein Auftritt mit Referenzgalerie, Terminanfrage und mehreren Leistungsseiten.

Als grobe Orientierung nennt aqlis für eine Website für deinen Handwerksbetrieb ein transparentes Band von 2.900 bis 9.400 Euro. Wichtiger als die Zahl selbst ist, dass der Festpreis vor dem Start feststeht: Du weißt, was die Seite kostet, bevor die erste Zeile geschrieben wird — statt am Ende eine offene Rechnung zu bekommen.

Einmalige Kosten: Erstellung, Design und Texte

Der größte Posten ist die Arbeitszeit. Laut Freelancer-Kompass lag der durchschnittliche Stundensatz aller Freelancer im DACH-Raum 2026 bei rund 103 Euro. Das erklärt, warum der Umfang den Preis so stark treibt: Jede zusätzliche Seite, jede Sonderfunktion und jede Korrekturschleife kostet Stunden.

Drei Wege gibt es grundsätzlich. Beim Baukasten (Wix, Jimdo, IONOS) baust du selbst — günstig im Geldbetrag, aber du zahlst mit deiner Zeit, und die Seite lebt auf einer fremden Plattform. Wer hier nicht aufpasst, besitzt am Ende nicht einmal die eigene Domain. Ein Freelancer ist flexibel und oft günstiger als eine Agentur. Eine Agentur oder ein Studio kostet mehr, liefert dafür Konzept, Design, Texte und Technik aus einer Hand. Was den Preis zusätzlich senkt: eigene Texte und Fotos beistellen, statt sie beauftragen zu müssen.

Laufende Kosten: Domain, Hosting und SSL

Nach dem Launch bleiben überschaubare laufende Kosten. Eine .de-Domain kostet beim Anbieter in der Regel 5 bis 15 Euro im Jahr — das schreibt die DENIC, die Vergabestelle für deutsche Domains, selbst; den genauen Preis legt der jeweilige Anbieter fest, nicht die DENIC. Den Direkt-Tarif der DENIC mit 79 Euro im Jahr braucht ein normaler Betrieb nicht — er enthält bewusst kein Hosting. Hinzu kommt Webhosting, je nach Paket regulär etwa 5 bis 22 Euro im Monat (STRATO, bei zwölf Monaten Laufzeit; günstigere Einstiegsangebote gelten nur befristet); ein SSL-Zertifikat für die sichere https-Verbindung ist heute kostenlos im Hosting enthalten.

KostenblockTypische SpanneHinweis
.de-Domain5–15 € pro JahrPreis legt der Anbieter fest, nicht die DENIC
Webhostingca. 5–22 € pro Monatje nach Paket; eigene Domain oft inklusive
SSL-Zertifikat0 €heute kostenlos im Hosting enthalten
Wartung/PflegeoptionalUpdates, Sicherungen, inhaltliche Änderungen

Unterm Strich liegen die reinen laufenden Kosten einer kleinen Handwerker-Website oft unter 200 Euro im Jahr — ganz ohne teures Abo. Optional kommt eine Betreuung dazu, wenn jemand Updates, Sicherungen und Änderungen übernehmen soll — bei aqlis monatlich, Umfang und Preis nach Absprache (Betreuung nach Launch).

Was den Preis nach oben oder unten treibt

Den Unterschied zwischen 2.900 und 9.400 Euro machen vor allem diese Hebel: die Seitenzahl (Onepager oder ein Dutzend Unterseiten), Sonderfunktionen wie Terminbuchung, Shop oder Mehrsprachigkeit, der Grad an individuellem Design gegenüber einer Vorlage und die Frage, ob Texte und Bilder beigestellt oder beauftragt werden.

Ein Posten wird oft übersehen, gehört aber zum Wert dazu: dass die Seite nicht nur gut aussieht, sondern auch bei Google und in KI-Suchen gefunden wird. Sauber gebaut ist das kein separater Rechnungsposten, sondern Teil der Substanz — eine Seite, die technisch und inhaltlich stimmt, ist automatisch besser auffindbar. Zur Dauer: Erfahrungsgemäß steht ein Onepager in ein bis zwei Wochen, eine kleine Betriebs-Website in drei bis fünf Wochen — fertige Texte und schnelle Rückmeldungen verkürzen das spürbar.

Förderung: warum sie für eine Website selten passt

Für eine einzelne Website gibt es selten passende Förderung. Der bundesweite Zuschuss go-digital, über den kleine Betriebe lange einen Teil solcher Kosten fördern lassen konnten, ist ausgelaufen: Seit Ende 2024 nimmt er keine neuen Anträge mehr an. Was bleibt, sind Landesprogramme — in Baden-Württemberg etwa die Digitalisierungsfinanzierung der L-Bank. Die ist allerdings ein Förderdarlehen ab 10.000 Euro mit möglichem Tilgungszuschuss, gedacht für größere Digitalisierungsvorhaben; für eine Website im niedrigen vierstelligen Bereich ist sie meist überdimensioniert. Ehrlich gesagt: Plane die Website als normale Investition ein, nicht in der Hoffnung auf einen Zuschuss.

Was es kostet, wenn die Website dir gehört

Am Ende zählt nicht nur der Preis, sondern was du dafür bekommst. Eine günstige Baukasten-Seite kann teuer werden, wenn Inhalte, Domain oder Daten auf einer fremden Plattform liegen und ein Umzug später aufwendig ist. Eine code-first gebaute Website mit Festpreis vor Start kostet im ersten Moment mehr, gehört dafür aber vollständig dir — Quellcode, Domain und Inhalte inklusive.

Deshalb ist die ehrlichste Antwort auf „Was kostet eine Website für Handwerker?" eine Gegenfrage: Was soll sie können, und wem soll sie am Ende gehören? Steht der Umfang fest, steht auch der Festpreis — ohne Pauschalversprechen und ohne böse Überraschung auf der Schlussrechnung.

Häufige Fragen

Was kostet eine professionelle Website 2026?

Es gibt keinen festen Preis — er hängt vom Umfang ab. Eine professionell gebaute Betriebs-Website liegt meist im vierstelligen Bereich; aqlis nennt als Orientierung 2.900 bis 9.400 Euro, wobei der Festpreis vor dem Projektstart feststeht. Pauschalzahlen aus Werbeanzeigen sind unzuverlässig, weil sie den konkreten Umfang ausblenden.

Welche laufenden Kosten hat eine Website nach dem Launch?

Eine .de-Domain kostet beim Anbieter rund 5 bis 15 Euro im Jahr (DENIC), Webhosting je nach Paket regulär etwa 5 bis 22 Euro im Monat (STRATO, ohne Einstiegsangebot). Ein SSL-Zertifikat ist heute kostenlos im Hosting enthalten. Damit liegen die reinen laufenden Kosten einer kleinen Handwerker-Website oft unter 200 Euro im Jahr; ein Wartungspaket ist optional.

Warum schwanken die Preisangaben für Websites so stark?

Weil der Preis fast vollständig vom Umfang abhängt: Seitenzahl, Sonderfunktionen wie Terminbuchung oder Shop, individuelles Design statt Vorlage und ob Texte und Bilder beigestellt oder beauftragt werden. Der durchschnittliche Stundensatz von Freelancern im DACH-Raum lag 2026 bei rund 103 Euro (Freelancer-Kompass) — deshalb ist ein Festpreis nach klarem Umfang ehrlicher als eine Pauschalzahl.

Wie lange dauert es, eine Website für einen Handwerksbetrieb zu erstellen?

Erfahrungsgemäß steht ein Onepager in ein bis zwei Wochen, eine kleine Betriebs-Website mit mehreren Unterseiten in drei bis fünf Wochen. Fertige Texte, freigegebene Fotos und schnelle Rückmeldungen verkürzen die Dauer spürbar; offene Inhalte und lange Abstimmungsschleifen verlängern sie.

Gibt es Förderung für eine Website in Baden-Württemberg?

Für eine einzelne Website gibt es selten passende Zuschüsse. Der bundesweite go-digital-Zuschuss nimmt seit Ende 2024 keine neuen Anträge mehr an. Die Digitalisierungsfinanzierung der L-Bank Baden-Württemberg ist ein Förderdarlehen ab 10.000 Euro mit möglichem Tilgungszuschuss und damit für eine einzelne Website meist überdimensioniert. Plane sie besser als normale Investition ein.

Quellen (zuletzt geprüft am 3. Oktober 2026): .de-Domains — Was kostet eine .de-Domain? (DENIC eG, abgerufen Oktober 2026); STRATO Webhosting — Preisübersicht der Hosting-Pakete (STRATO GmbH, abgerufen Oktober 2026); Freelancer-Kompass 2026 — Marktstudie zum Stundensatz (freelancermap GmbH, 2026).

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